Einen fröhlichen und herzlichen Gruß an euch alle,
ohja, mein Weichnachtsgeschenk kommt vorzeitig ;)
Ich habe gerade meinen letzten Post gelesen, eine gaaanze Weile her. Aber da sich das Semester wieder einmal dem Ende neigt und Klausuren anstehen, ist es die richtige Zeit mal wieder etwas zu schreiben. Nicht, dass ich den immensen Bücherstapeln hier entgehen möchte, aber am Mittwoch ist ja sowieso alles vorbei für dieses Jahr.
Insofern, was will ich erzählen... ?! New York und Thanksgiving ist auch schon eine Weile her. Aber gut. Um einen sehr weisen Mann zu zitieren: "Aaaaawesoooomee!". Das wäre eine ziemlich gute Zusammenfassung, aber gehen wir etwas mehr ins Detail. New York an Thanksgiving ist relativ tot, wir haben's wenigstens probiert. Nach stundenlangem Ausharren am Central Park und lauter übergroßen Comicballonfiguren (oder Balloncomicfiguren) auf der Macy's Parade wollten wir abends noch etwas erleben. Ich würde die Situation mal mit Heiligabend in Deutschland vergleichen, Straßen leer und alle mit Familien. Ein guter Plan ist also den nächsten Pub aufzusuchen und direkt an die Bar zu gehen, dort findet man schon Gesellschaft. Eine tolle Erfahrung und ich habe gemerkt, dass ich selten direkt an der Theke sitze, eigentlich ein netter Platz. Im Pub wiederum war offensichtlich die "Familie" der Besitzer, aber so haben wir wenigstens auch etwas festägliche Stimmung mitbekommen. Ganz zu schweigen von den Leftovers vom Truthan, an denen sich dann alle Gäste bedienen konnten. Der folgende Tag war dann auch schon der "Black Friday", Sommer- und Winterschlussverkauf zusammen und potenziert. Unglaublich. Wir waren 10h shoppen, purer Wahnsinn! Den Rest des Monats musste ich hungern, weil ich kein Geld mehr hatte. Für das nächste mal weiß ich, an wen ich mich wenden muss für solch drastische Maßnahmen.
Gut, zurück im Salisbury kickte dann auch sogleich der Winter-Blues/Culture-Shock/Whatever ein. Schon traurig, dass man nicht mal die paar Milliönchen für ein Apartment in der Upper East Side übrig hat (plus die monthly maintenance fee von ein paar tausend Dollar). Aber wofür machen wir die ganze Übung hier, genau! Und da war die Motivation auch schon wieder. Also ran an die Textbücher, lesen, schreiben, lesen, schreiben... Ohne Witz, so geht das hier nur, seit einigen Wochen schon. Ich werd ein ganzes Buch nach meinem Aufenthalt hier veröffentlichen können. Aber langsam wäre es wirklich mal wieder Zeit für ein paar Zahlen, etwas "handfestes". Nicht dass ich hier vollkommen die Kontrolle über meine Budgets verliere.
Um kurz auch noch mal die Kurse anzureißen, eine wirkliche Erfahrung (und mit Absicht nicht Offenbahrung) dieses Semester. "Corporate Social Responsibility and Business Ethics", was für ein Titel mag man denken. Da wollen sie uns beibringen, nicht nur nach dem Geld zu hechten (hmm... sollte ich den Absatz oben nochmal ändern?!), sondern... ja, was eigentlich? Kurzum, Textbücher wie "The Capitalist Manifesto", "A Life of One's Own", und etliche Kurzgeschichten, warum doch der Wohlfahrtsstaat das schlimmste ist was man dem Menschen antun kann. Wir starteten mit einem dubiosen Youtube-Video, wie fragwürdig doch Demokratie ist, wandelten zu den grundsätzlichen Rechten eines Menschen und konnten daraus klar schlussfolgern, dass purer, reiner, laissez-faire Kapitalismus das einzige System ist, was den Mensch Mensch sein lässt. Ein kleiner Haken auf die grüne Bewegung, ein Statement gegen Klimawandel und Politiker im Ganzen rundeten den Kurs ab. Puh. Sowas muss man erst mal erlebt haben.
Darüber hinaus ist alles beim Alten. Was bleibt offen? Wo geht es hin über Weihnachten und Neujahr? Und was bringt 2011? Ich kann es kaum glauben, dass ich schon vier Monate hier bin. Langsam wird es kalt in Salisbury! 30 Grad... Fahrenheit!
Langsam sehe ich ein paar verstreute (künstliche) Weihnachtsbäume in den Fenstern. Vielleicht sollte ich auch einen bei Wal-Mart kaufen. Ich muss fragen, ob ich den nach Weihnachten wieder zurückbringen kann. Wal-Mart nimmt ja bekanntlich alles zurück.
Mit diesen Gedanken widme ich mich jetzt wieder meinen Artikeln, um zu lesen, und vielleicht noch etwas zu schreiben.
Fröhliche Weihnachtsgrüße an euch alle
Alex
Ein Jahr in den USA ...
... aufregend!
Sonntag, 12. Dezember 2010
Sonntag, 26. September 2010
Stadt-Land-Club
Hallo an alle,
die Zeit vergeht schnell, das merke ich gerade wenn ich auf das Datum des letzten Posts gucke. Ich habe mich gut eingelebt in der Uni, die ersten Exams sind auch schon vorbei und die Projekte laufen. Neben der Uni hat sich der Alltag auch eingependelt (so gut das geht bei Kursen von 18-22 Uhr) und ich kann kaum glauben, dass fast zwei Monate schon vorbei sind. Also was gibt es Neues?
Wochenende, Freizeit... Feiern. Dazu hatte ich noch gar nichts gesagt. Da ich hier im wunderbaren University Village (UV) wohne, was vergleichbar ist mit einem Studentenwohnheim, kann man auch einige nette Abende direkt hier verbringen. Die Homepartys haben dabei einen immer gleichen Charakter. Es gibt die weltweit bekannten roten Walmart-Becher, es gibt Dosenbier (jegliche Abhandlungen über die Qualität werde ich mir jetzt sparen) und es gibt Bier Pong. Was? Sozusagen Bier-Tischtennis. Dazu wird das in jedem Apartment befindliche Sofa um 90grad nach vorne gekippt, sodass die hölzerne Rückseite nach oben schaut. Dann werden die besagten roten Becher bis zur Hälfte gefüllt und auf jeder Seite pyramidenförmiug angeordnet (wie beim Bowling). Jetzt geht es darum dem anderen Tischtennisbälle in seine Becher zu werfen. Das Regelwerk erstreckt sich noch über einige weitere Dinge wie Courtesy, Gentleman, Island, etc. Im Grunde war das Spiel aber mal ein Trinkspiel. Da waren die Becher noch mit Bier gefüllt und der Gegner musste einen "getroffenen" Becher im austrinken. Heute ist nur noch Wasser drin, getrunken wird nur ab und an, gespielt wird es aber trotzdem auf (fast) jeder Party. Am Anfang sehr befremdlich, muss ich sagen, macht das Spiel doch irgendwie Spaß ;)
Ein Blick raus aus UV bietet die ganze Palette einer Kleinstadt-Clubszene... Zwischen Campus und UV ist das Monkey Barrel. Dessen Besitzer studiert lustigerweise auch im MBA-Programm, Freidrinks hat uns das leider noch nicht gebracht. Aber zu den Unterschieden. Die Begrüßung "I'm from Germany" ist immer ein guter Anfang für ein Gespräch. Beim Tanzen will sich hier wohl keiner ins Gesicht gucken, deshalb "schleichen" sich Männer immer von hinten heran und testen ihr Chancen aus. Schlecht ausgeführt endet man beim "grinding" oder sogar beim "creeping"! Etwas Training ist also gefordert um das richtige Map zu finden ;)
Nach all den aufregenden Erfahrungen war es trotzdem mal nötig einen Blick raus aus Salisbury zu werfen. Also auf nach Phili! Das ganze war eingebettet in den "College Day", mit dem Studentenausweis konnte man also in viele Ausstellungen und Museen in Philadelphia. Erste Station war das Philadelphia Museum of Art. Ein bunter Mix aus Gemälden, Skulpturen, etc. und allen möglichen Richtungen. Ein Raum im dritten Stock zeigte historische Pistolen neben Ritterrüstungen, im Erdgeschoss war moderne Kunst 100m entfernt von Monet. Ein guter Mix also! Interessanter sind eigentlich die Stufen vor dem Museum, eine berühmte Szene aus Rocky irgendwas, dementsprechend gibt es vor dem Museum eine Statue die an normalen Tagen sicher mehr Interesse weckt als das Museum selbst. Nächste Station war das Franklin Institute, ein interaktives Museum für alle von 8-88 (hoffe ich zumindest). Auch hier hat der McDonalds Truck davor mit kostenlosen Frappes wieder einiges an Aufmerksamkeit erregt. Letzte Station war das Eastern State Penitentiary, ein mittlerweile geschlossenes Gefängnis in dem Al Capone inhaftiert war. Die "Hub-and-Spoke" Form war damals eine bahnbrechende Neuerung, sodass man nicht nur die Zellen sondern die auch meist korrupten Wärter überwachen konnte. Insgesamt wieder mal ein toller Tag in einer STADT. Aber so groß und hektisch... da bin ich doch froh wieder heim zu sein ;)
Beste Grüße an euch alle!
die Zeit vergeht schnell, das merke ich gerade wenn ich auf das Datum des letzten Posts gucke. Ich habe mich gut eingelebt in der Uni, die ersten Exams sind auch schon vorbei und die Projekte laufen. Neben der Uni hat sich der Alltag auch eingependelt (so gut das geht bei Kursen von 18-22 Uhr) und ich kann kaum glauben, dass fast zwei Monate schon vorbei sind. Also was gibt es Neues?
Wochenende, Freizeit... Feiern. Dazu hatte ich noch gar nichts gesagt. Da ich hier im wunderbaren University Village (UV) wohne, was vergleichbar ist mit einem Studentenwohnheim, kann man auch einige nette Abende direkt hier verbringen. Die Homepartys haben dabei einen immer gleichen Charakter. Es gibt die weltweit bekannten roten Walmart-Becher, es gibt Dosenbier (jegliche Abhandlungen über die Qualität werde ich mir jetzt sparen) und es gibt Bier Pong. Was? Sozusagen Bier-Tischtennis. Dazu wird das in jedem Apartment befindliche Sofa um 90grad nach vorne gekippt, sodass die hölzerne Rückseite nach oben schaut. Dann werden die besagten roten Becher bis zur Hälfte gefüllt und auf jeder Seite pyramidenförmiug angeordnet (wie beim Bowling). Jetzt geht es darum dem anderen Tischtennisbälle in seine Becher zu werfen. Das Regelwerk erstreckt sich noch über einige weitere Dinge wie Courtesy, Gentleman, Island, etc. Im Grunde war das Spiel aber mal ein Trinkspiel. Da waren die Becher noch mit Bier gefüllt und der Gegner musste einen "getroffenen" Becher im austrinken. Heute ist nur noch Wasser drin, getrunken wird nur ab und an, gespielt wird es aber trotzdem auf (fast) jeder Party. Am Anfang sehr befremdlich, muss ich sagen, macht das Spiel doch irgendwie Spaß ;)
Ein Blick raus aus UV bietet die ganze Palette einer Kleinstadt-Clubszene... Zwischen Campus und UV ist das Monkey Barrel. Dessen Besitzer studiert lustigerweise auch im MBA-Programm, Freidrinks hat uns das leider noch nicht gebracht. Aber zu den Unterschieden. Die Begrüßung "I'm from Germany" ist immer ein guter Anfang für ein Gespräch. Beim Tanzen will sich hier wohl keiner ins Gesicht gucken, deshalb "schleichen" sich Männer immer von hinten heran und testen ihr Chancen aus. Schlecht ausgeführt endet man beim "grinding" oder sogar beim "creeping"! Etwas Training ist also gefordert um das richtige Map zu finden ;)
Nach all den aufregenden Erfahrungen war es trotzdem mal nötig einen Blick raus aus Salisbury zu werfen. Also auf nach Phili! Das ganze war eingebettet in den "College Day", mit dem Studentenausweis konnte man also in viele Ausstellungen und Museen in Philadelphia. Erste Station war das Philadelphia Museum of Art. Ein bunter Mix aus Gemälden, Skulpturen, etc. und allen möglichen Richtungen. Ein Raum im dritten Stock zeigte historische Pistolen neben Ritterrüstungen, im Erdgeschoss war moderne Kunst 100m entfernt von Monet. Ein guter Mix also! Interessanter sind eigentlich die Stufen vor dem Museum, eine berühmte Szene aus Rocky irgendwas, dementsprechend gibt es vor dem Museum eine Statue die an normalen Tagen sicher mehr Interesse weckt als das Museum selbst. Nächste Station war das Franklin Institute, ein interaktives Museum für alle von 8-88 (hoffe ich zumindest). Auch hier hat der McDonalds Truck davor mit kostenlosen Frappes wieder einiges an Aufmerksamkeit erregt. Letzte Station war das Eastern State Penitentiary, ein mittlerweile geschlossenes Gefängnis in dem Al Capone inhaftiert war. Die "Hub-and-Spoke" Form war damals eine bahnbrechende Neuerung, sodass man nicht nur die Zellen sondern die auch meist korrupten Wärter überwachen konnte. Insgesamt wieder mal ein toller Tag in einer STADT. Aber so groß und hektisch... da bin ich doch froh wieder heim zu sein ;)
Beste Grüße an euch alle!
Mittwoch, 1. September 2010
It is not about you!
How is it going? How are you? Nice to meet you!
Hallo an alle.
Es ist wieder ein wunderschöner "Morgen" hier in Salisbury. 11 Uhr und knappe 30 Grad C. Mit etwas bedauern gucke ich da auf die Berliner-Temperatur, aber zumindest zeigt das App Sonne an. Mein Small-Talkiger Einstieg kommt übrigens nicht von ungefähr. In letzter Zeit wird hier in Salisbury viel übers Wetter geredet. Es gibt schon auch andere Themen, keine Sorge, aber hier kommt der Hammer: Hurrikan Earl wird am Donnerstag und Freitag erwartet und zieht von Süden die ganze Küste hoch. Ungewöhnlich ist dabei nur, dass dieser noch ordentlich Geschwindigkeit haben soll wenn er hier rüberweht. Das wird ein Fest und die ganze Stadt ist gebannt. Die ganze Stadt? Nein! Ein paar tapfere Studenten wollen tatsächlich zur Küste fahren und sich das Spektakel, die 10m hohen Wellen, aus der Nähe angucken.
Sonst läuft das Leben hier größtenteils in geregelten Bahnen. Der Einführungskurs ist vorbei und meine in Schrift gegossenen nächsten 5 Jahre (der Individual Development Plan) wurden für gut befunden und haben ein A abgesahnt. Das haben m.E. aber (fast) alle bekommen. Wäre schon gemein, jemandem für seine Zukuntspläne einfach mal ein F reinzuwürgen. Insbesondere, da wir im Schnitt ein B haben müssen und nur zwei Cs erlaubt sind. Aber es kommen sicher noch andere Kurse.
Einer von diesen wäre z.B. unser "Project Consulting". Als fast einjähriges Projekt angelegt, sollen wir in kleinen Gruppen als angehende Executives einem Unternehmen aus der Umgebung auf die Sprünge helfen. Das wird ein Fest. Gerade habe ich erfahren, dass meine Gruppe http://johnnyjanosik.com/ in Richtung Social Media und Networks beraten wird. Unser Kursleiter erinnert dabei auch eher an einen Drill-Instructor, das wird nur gemildert durch seinen leichten französischen Akzent. Mit Sätzen wie: "This course is not about you, it is about the client" und "If your presentation is shitty, your grade will be shitty!", hat er gleich schon mal seine Marke gesetzt. Endpräsi ist im Mai nächsten Jahres, das wird ein Marathon.
Darüber hinaus habe ich gerade noch so spannende Fächer wie Accounting und Managerial Decision Making und Economics. An den Materialien werde ich definitiv zu knabbern haben! Erst mal ist es hier normal zu jedem Kurs ein Textbook zu haben und für jede Session im vornherein Aufgaben zu verteilen. An sich keine schlechte Sache, scheint mir aber alles zusammen eine ganze Menge zu sein. Viel größer ist aber der Unterschied während des Kurses. Der Fokus liegt hier mehr auf der persönlichen Performance/Show und weniger auf schicken PPTs. Dabei bin ich bereit meine Erwartungen anzupassen, aber was ich hier schon gesehen habe ist objektiv *&%§%$. Culture Shock PowerPoint, wer hätte das gedacht.
Soweit meine Eindrücke nach den ersten Tagen Uni hier. Viele Grüße an euch alle und bis bald.
Alex
Hallo an alle.
Es ist wieder ein wunderschöner "Morgen" hier in Salisbury. 11 Uhr und knappe 30 Grad C. Mit etwas bedauern gucke ich da auf die Berliner-Temperatur, aber zumindest zeigt das App Sonne an. Mein Small-Talkiger Einstieg kommt übrigens nicht von ungefähr. In letzter Zeit wird hier in Salisbury viel übers Wetter geredet. Es gibt schon auch andere Themen, keine Sorge, aber hier kommt der Hammer: Hurrikan Earl wird am Donnerstag und Freitag erwartet und zieht von Süden die ganze Küste hoch. Ungewöhnlich ist dabei nur, dass dieser noch ordentlich Geschwindigkeit haben soll wenn er hier rüberweht. Das wird ein Fest und die ganze Stadt ist gebannt. Die ganze Stadt? Nein! Ein paar tapfere Studenten wollen tatsächlich zur Küste fahren und sich das Spektakel, die 10m hohen Wellen, aus der Nähe angucken.
Sonst läuft das Leben hier größtenteils in geregelten Bahnen. Der Einführungskurs ist vorbei und meine in Schrift gegossenen nächsten 5 Jahre (der Individual Development Plan) wurden für gut befunden und haben ein A abgesahnt. Das haben m.E. aber (fast) alle bekommen. Wäre schon gemein, jemandem für seine Zukuntspläne einfach mal ein F reinzuwürgen. Insbesondere, da wir im Schnitt ein B haben müssen und nur zwei Cs erlaubt sind. Aber es kommen sicher noch andere Kurse.
Einer von diesen wäre z.B. unser "Project Consulting". Als fast einjähriges Projekt angelegt, sollen wir in kleinen Gruppen als angehende Executives einem Unternehmen aus der Umgebung auf die Sprünge helfen. Das wird ein Fest. Gerade habe ich erfahren, dass meine Gruppe http://johnnyjanosik.com/ in Richtung Social Media und Networks beraten wird. Unser Kursleiter erinnert dabei auch eher an einen Drill-Instructor, das wird nur gemildert durch seinen leichten französischen Akzent. Mit Sätzen wie: "This course is not about you, it is about the client" und "If your presentation is shitty, your grade will be shitty!", hat er gleich schon mal seine Marke gesetzt. Endpräsi ist im Mai nächsten Jahres, das wird ein Marathon.
Darüber hinaus habe ich gerade noch so spannende Fächer wie Accounting und Managerial Decision Making und Economics. An den Materialien werde ich definitiv zu knabbern haben! Erst mal ist es hier normal zu jedem Kurs ein Textbook zu haben und für jede Session im vornherein Aufgaben zu verteilen. An sich keine schlechte Sache, scheint mir aber alles zusammen eine ganze Menge zu sein. Viel größer ist aber der Unterschied während des Kurses. Der Fokus liegt hier mehr auf der persönlichen Performance/Show und weniger auf schicken PPTs. Dabei bin ich bereit meine Erwartungen anzupassen, aber was ich hier schon gesehen habe ist objektiv *&%§%$. Culture Shock PowerPoint, wer hätte das gedacht.
Soweit meine Eindrücke nach den ersten Tagen Uni hier. Viele Grüße an euch alle und bis bald.
Alex
Mittwoch, 18. August 2010
Ja haben wir denn schon Urlaub?
Heute ist mal einer der wenigen regnerischen Tage hier, ich werde die Zeit nutzen ein wenig zu schreiben, auch um mich etwas auf meine Hausaufgabe einzustimmen.
Nach einigen freien Tagen in der Sonne, am Pool, im Outlet-Center, ist der Vorbereitungskurs hier gestartet. Unsere erste von fünf Sessions war dabei gleich Conflict and Dispute Resolution. Dafür gibts hier ein eigenes Center für Mediation. Die lösen u.a. so knifflige Fälle wie Zaunstreitereien und Sorgerechtsfragen. Eine tolle Sache, viel besser war allerdings noch der Vortragsstil. Ein ca. 2-stündiger Ritt mit Gebrüll, Gefluche und interaktiven Spielchen. Ich bin gespannt ob auch Accounting und Finance in dem Tempo vermittelt wird. Dann könnte es ja doch spannend werden. Die Klasse besteht aus ca. 30 Leuten, wovon gut 2/3 auch hier in Salisbury ihren Bachelor gemacht haben. Vertreten ist aber eine bunte Mischung an Leuten, das hat man im Get2Know "The Big Wind blows..." gemerkt. Da fielen so Äußerungen wie "I'm jewish-italian... we're loud", bis hin zu "Who thinks Obama disgraced America?". Genug Raum also für Mediation.
Darüber hinaus geht in Salisbury noch nicht viel. Es sind Ferien und viele sind noch in ihrem Heimatstädten oder irgendwo arbeiten. Uns wurde aber versprochen, dass unser University Village (wo ca. 600 Studenten wohnen) der Place-to-be wäre, wenn es dann mal losgeht. D.h. in den nächsten Tagen werden hier langsam die Studenten wieder einziehen und Anfang September beginnt das Semester. Dann wird hier richtig hart... studiert.
Bisher jedoch fühlt es sich an wie Urlaub. Lange schlafen, tagsüber zum Pool, ein bisschen Sport machen und ab und zu dann doch mal in die Uni gehen. Schade eigentlich, dass es so nicht noch die nächsten Monate weitergehen kann. Die erste größere Aufgabe steht nämlich auch schon: Wir sollen in einer Woche ein 5-seitiges Paper zu unserem persönlichen Zielen in kurzer bis langer Frist abgeben. Das ganze heißt dann Individual Development Plan und soll auch gleich noch vor der Klasse präsentiert werden. Mein Ultra-kurzfrist-Ziel habe ich schonmal erreicht. Der Post ist fertig und viele Grüße an euch alle.
Alex
PS: Die Kommentarfunktion ist jetzt für jeden freigeschaltet, man muss nicht mehr angemeldet sein.
Nach einigen freien Tagen in der Sonne, am Pool, im Outlet-Center, ist der Vorbereitungskurs hier gestartet. Unsere erste von fünf Sessions war dabei gleich Conflict and Dispute Resolution. Dafür gibts hier ein eigenes Center für Mediation. Die lösen u.a. so knifflige Fälle wie Zaunstreitereien und Sorgerechtsfragen. Eine tolle Sache, viel besser war allerdings noch der Vortragsstil. Ein ca. 2-stündiger Ritt mit Gebrüll, Gefluche und interaktiven Spielchen. Ich bin gespannt ob auch Accounting und Finance in dem Tempo vermittelt wird. Dann könnte es ja doch spannend werden. Die Klasse besteht aus ca. 30 Leuten, wovon gut 2/3 auch hier in Salisbury ihren Bachelor gemacht haben. Vertreten ist aber eine bunte Mischung an Leuten, das hat man im Get2Know "The Big Wind blows..." gemerkt. Da fielen so Äußerungen wie "I'm jewish-italian... we're loud", bis hin zu "Who thinks Obama disgraced America?". Genug Raum also für Mediation.
Darüber hinaus geht in Salisbury noch nicht viel. Es sind Ferien und viele sind noch in ihrem Heimatstädten oder irgendwo arbeiten. Uns wurde aber versprochen, dass unser University Village (wo ca. 600 Studenten wohnen) der Place-to-be wäre, wenn es dann mal losgeht. D.h. in den nächsten Tagen werden hier langsam die Studenten wieder einziehen und Anfang September beginnt das Semester. Dann wird hier richtig hart... studiert.
Bisher jedoch fühlt es sich an wie Urlaub. Lange schlafen, tagsüber zum Pool, ein bisschen Sport machen und ab und zu dann doch mal in die Uni gehen. Schade eigentlich, dass es so nicht noch die nächsten Monate weitergehen kann. Die erste größere Aufgabe steht nämlich auch schon: Wir sollen in einer Woche ein 5-seitiges Paper zu unserem persönlichen Zielen in kurzer bis langer Frist abgeben. Das ganze heißt dann Individual Development Plan und soll auch gleich noch vor der Klasse präsentiert werden. Mein Ultra-kurzfrist-Ziel habe ich schonmal erreicht. Der Post ist fertig und viele Grüße an euch alle.
Alex
PS: Die Kommentarfunktion ist jetzt für jeden freigeschaltet, man muss nicht mehr angemeldet sein.
Dienstag, 13. Juli 2010
Meilen sammeln.
Nach der kleinen Reise Berlin-Tegel - Philadelphia - San Fancisco - Charlotte - Salisbury, bin ich nun angekommen im 25.000er-Städtchen Salisbury.
Aber kurz einen Schritt zurück. Die paar Tage in Berkeley, CA waren grandios. Ca. 30 Fulbrighter aus aller Welt, wir hatten ein paar Vorlesungen, Campusrundgang an der UC Berkeley und eine Stadtrundfahrt. Ein kurzes aber rundes Programm.
Beeindruckt hat mich die Uni, riesiges Areal, beste Ausstattung und eine nette Umgebung. Ist übrigens eine staatliche Uni und schon zu haben für 10.000$ pro Jahr. Konkurrenz-Uni ist Standford und es gibt hier einen Witz der mit Standfordium zu tun hat (das gibt es nämlich NICHT, dafür aber Berkeleyium (o.ä.) und Californium). Es gibt 27 Bibliotheken auf dem Campus und jede Menge Nerds, die sich hier aber auch gut austoben können ;) Wenn so ein Uni-Leben mit Studiengebühren aussieht, dann werde ich da glaube noch mehr zum Unterstützer!
Die Stadttour durch SF war typisch amerikanisch. Rein ins Auto (ein umgebautes Cable Car, welches auf Räder gesetzt wurde) und die Hänge auf und ab. Eine grandiose Stadt, wirklich ungewöhnlich. Leider viel zu wenig Zeit, sodass ich auf jeden Fall nochmal hierher zurück kommen muss.
In dieses wenigen Tagen schon vieles gesehen, aber einiges ist noch unklar... Was antwortet man auf "How are you?". Insb. wenn es der Kerl hinterm McDonalds Schalter sagt, gerade nachdem man ihn das erste mal angeguckt hat. Und gibt es eigentlich auch "normale Restaurants" hier und nicht nur eine FastFood-Kette nach der anderen?
... Und so beginnt das Kleinstadtleben an der Ostküste. Stay tuned.
Aber kurz einen Schritt zurück. Die paar Tage in Berkeley, CA waren grandios. Ca. 30 Fulbrighter aus aller Welt, wir hatten ein paar Vorlesungen, Campusrundgang an der UC Berkeley und eine Stadtrundfahrt. Ein kurzes aber rundes Programm.
Beeindruckt hat mich die Uni, riesiges Areal, beste Ausstattung und eine nette Umgebung. Ist übrigens eine staatliche Uni und schon zu haben für 10.000$ pro Jahr. Konkurrenz-Uni ist Standford und es gibt hier einen Witz der mit Standfordium zu tun hat (das gibt es nämlich NICHT, dafür aber Berkeleyium (o.ä.) und Californium). Es gibt 27 Bibliotheken auf dem Campus und jede Menge Nerds, die sich hier aber auch gut austoben können ;) Wenn so ein Uni-Leben mit Studiengebühren aussieht, dann werde ich da glaube noch mehr zum Unterstützer!
Die Stadttour durch SF war typisch amerikanisch. Rein ins Auto (ein umgebautes Cable Car, welches auf Räder gesetzt wurde) und die Hänge auf und ab. Eine grandiose Stadt, wirklich ungewöhnlich. Leider viel zu wenig Zeit, sodass ich auf jeden Fall nochmal hierher zurück kommen muss.
In dieses wenigen Tagen schon vieles gesehen, aber einiges ist noch unklar... Was antwortet man auf "How are you?". Insb. wenn es der Kerl hinterm McDonalds Schalter sagt, gerade nachdem man ihn das erste mal angeguckt hat. Und gibt es eigentlich auch "normale Restaurants" hier und nicht nur eine FastFood-Kette nach der anderen?
... Und so beginnt das Kleinstadtleben an der Ostküste. Stay tuned.
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