Hallo an alle,
die Zeit vergeht schnell, das merke ich gerade wenn ich auf das Datum des letzten Posts gucke. Ich habe mich gut eingelebt in der Uni, die ersten Exams sind auch schon vorbei und die Projekte laufen. Neben der Uni hat sich der Alltag auch eingependelt (so gut das geht bei Kursen von 18-22 Uhr) und ich kann kaum glauben, dass fast zwei Monate schon vorbei sind. Also was gibt es Neues?
Wochenende, Freizeit... Feiern. Dazu hatte ich noch gar nichts gesagt. Da ich hier im wunderbaren University Village (UV) wohne, was vergleichbar ist mit einem Studentenwohnheim, kann man auch einige nette Abende direkt hier verbringen. Die Homepartys haben dabei einen immer gleichen Charakter. Es gibt die weltweit bekannten roten Walmart-Becher, es gibt Dosenbier (jegliche Abhandlungen über die Qualität werde ich mir jetzt sparen) und es gibt Bier Pong. Was? Sozusagen Bier-Tischtennis. Dazu wird das in jedem Apartment befindliche Sofa um 90grad nach vorne gekippt, sodass die hölzerne Rückseite nach oben schaut. Dann werden die besagten roten Becher bis zur Hälfte gefüllt und auf jeder Seite pyramidenförmiug angeordnet (wie beim Bowling). Jetzt geht es darum dem anderen Tischtennisbälle in seine Becher zu werfen. Das Regelwerk erstreckt sich noch über einige weitere Dinge wie Courtesy, Gentleman, Island, etc. Im Grunde war das Spiel aber mal ein Trinkspiel. Da waren die Becher noch mit Bier gefüllt und der Gegner musste einen "getroffenen" Becher im austrinken. Heute ist nur noch Wasser drin, getrunken wird nur ab und an, gespielt wird es aber trotzdem auf (fast) jeder Party. Am Anfang sehr befremdlich, muss ich sagen, macht das Spiel doch irgendwie Spaß ;)
Ein Blick raus aus UV bietet die ganze Palette einer Kleinstadt-Clubszene... Zwischen Campus und UV ist das Monkey Barrel. Dessen Besitzer studiert lustigerweise auch im MBA-Programm, Freidrinks hat uns das leider noch nicht gebracht. Aber zu den Unterschieden. Die Begrüßung "I'm from Germany" ist immer ein guter Anfang für ein Gespräch. Beim Tanzen will sich hier wohl keiner ins Gesicht gucken, deshalb "schleichen" sich Männer immer von hinten heran und testen ihr Chancen aus. Schlecht ausgeführt endet man beim "grinding" oder sogar beim "creeping"! Etwas Training ist also gefordert um das richtige Map zu finden ;)
Nach all den aufregenden Erfahrungen war es trotzdem mal nötig einen Blick raus aus Salisbury zu werfen. Also auf nach Phili! Das ganze war eingebettet in den "College Day", mit dem Studentenausweis konnte man also in viele Ausstellungen und Museen in Philadelphia. Erste Station war das Philadelphia Museum of Art. Ein bunter Mix aus Gemälden, Skulpturen, etc. und allen möglichen Richtungen. Ein Raum im dritten Stock zeigte historische Pistolen neben Ritterrüstungen, im Erdgeschoss war moderne Kunst 100m entfernt von Monet. Ein guter Mix also! Interessanter sind eigentlich die Stufen vor dem Museum, eine berühmte Szene aus Rocky irgendwas, dementsprechend gibt es vor dem Museum eine Statue die an normalen Tagen sicher mehr Interesse weckt als das Museum selbst. Nächste Station war das Franklin Institute, ein interaktives Museum für alle von 8-88 (hoffe ich zumindest). Auch hier hat der McDonalds Truck davor mit kostenlosen Frappes wieder einiges an Aufmerksamkeit erregt. Letzte Station war das Eastern State Penitentiary, ein mittlerweile geschlossenes Gefängnis in dem Al Capone inhaftiert war. Die "Hub-and-Spoke" Form war damals eine bahnbrechende Neuerung, sodass man nicht nur die Zellen sondern die auch meist korrupten Wärter überwachen konnte. Insgesamt wieder mal ein toller Tag in einer STADT. Aber so groß und hektisch... da bin ich doch froh wieder heim zu sein ;)
Beste Grüße an euch alle!
Sonntag, 26. September 2010
Mittwoch, 1. September 2010
It is not about you!
How is it going? How are you? Nice to meet you!
Hallo an alle.
Es ist wieder ein wunderschöner "Morgen" hier in Salisbury. 11 Uhr und knappe 30 Grad C. Mit etwas bedauern gucke ich da auf die Berliner-Temperatur, aber zumindest zeigt das App Sonne an. Mein Small-Talkiger Einstieg kommt übrigens nicht von ungefähr. In letzter Zeit wird hier in Salisbury viel übers Wetter geredet. Es gibt schon auch andere Themen, keine Sorge, aber hier kommt der Hammer: Hurrikan Earl wird am Donnerstag und Freitag erwartet und zieht von Süden die ganze Küste hoch. Ungewöhnlich ist dabei nur, dass dieser noch ordentlich Geschwindigkeit haben soll wenn er hier rüberweht. Das wird ein Fest und die ganze Stadt ist gebannt. Die ganze Stadt? Nein! Ein paar tapfere Studenten wollen tatsächlich zur Küste fahren und sich das Spektakel, die 10m hohen Wellen, aus der Nähe angucken.
Sonst läuft das Leben hier größtenteils in geregelten Bahnen. Der Einführungskurs ist vorbei und meine in Schrift gegossenen nächsten 5 Jahre (der Individual Development Plan) wurden für gut befunden und haben ein A abgesahnt. Das haben m.E. aber (fast) alle bekommen. Wäre schon gemein, jemandem für seine Zukuntspläne einfach mal ein F reinzuwürgen. Insbesondere, da wir im Schnitt ein B haben müssen und nur zwei Cs erlaubt sind. Aber es kommen sicher noch andere Kurse.
Einer von diesen wäre z.B. unser "Project Consulting". Als fast einjähriges Projekt angelegt, sollen wir in kleinen Gruppen als angehende Executives einem Unternehmen aus der Umgebung auf die Sprünge helfen. Das wird ein Fest. Gerade habe ich erfahren, dass meine Gruppe http://johnnyjanosik.com/ in Richtung Social Media und Networks beraten wird. Unser Kursleiter erinnert dabei auch eher an einen Drill-Instructor, das wird nur gemildert durch seinen leichten französischen Akzent. Mit Sätzen wie: "This course is not about you, it is about the client" und "If your presentation is shitty, your grade will be shitty!", hat er gleich schon mal seine Marke gesetzt. Endpräsi ist im Mai nächsten Jahres, das wird ein Marathon.
Darüber hinaus habe ich gerade noch so spannende Fächer wie Accounting und Managerial Decision Making und Economics. An den Materialien werde ich definitiv zu knabbern haben! Erst mal ist es hier normal zu jedem Kurs ein Textbook zu haben und für jede Session im vornherein Aufgaben zu verteilen. An sich keine schlechte Sache, scheint mir aber alles zusammen eine ganze Menge zu sein. Viel größer ist aber der Unterschied während des Kurses. Der Fokus liegt hier mehr auf der persönlichen Performance/Show und weniger auf schicken PPTs. Dabei bin ich bereit meine Erwartungen anzupassen, aber was ich hier schon gesehen habe ist objektiv *&%§%$. Culture Shock PowerPoint, wer hätte das gedacht.
Soweit meine Eindrücke nach den ersten Tagen Uni hier. Viele Grüße an euch alle und bis bald.
Alex
Hallo an alle.
Es ist wieder ein wunderschöner "Morgen" hier in Salisbury. 11 Uhr und knappe 30 Grad C. Mit etwas bedauern gucke ich da auf die Berliner-Temperatur, aber zumindest zeigt das App Sonne an. Mein Small-Talkiger Einstieg kommt übrigens nicht von ungefähr. In letzter Zeit wird hier in Salisbury viel übers Wetter geredet. Es gibt schon auch andere Themen, keine Sorge, aber hier kommt der Hammer: Hurrikan Earl wird am Donnerstag und Freitag erwartet und zieht von Süden die ganze Küste hoch. Ungewöhnlich ist dabei nur, dass dieser noch ordentlich Geschwindigkeit haben soll wenn er hier rüberweht. Das wird ein Fest und die ganze Stadt ist gebannt. Die ganze Stadt? Nein! Ein paar tapfere Studenten wollen tatsächlich zur Küste fahren und sich das Spektakel, die 10m hohen Wellen, aus der Nähe angucken.
Sonst läuft das Leben hier größtenteils in geregelten Bahnen. Der Einführungskurs ist vorbei und meine in Schrift gegossenen nächsten 5 Jahre (der Individual Development Plan) wurden für gut befunden und haben ein A abgesahnt. Das haben m.E. aber (fast) alle bekommen. Wäre schon gemein, jemandem für seine Zukuntspläne einfach mal ein F reinzuwürgen. Insbesondere, da wir im Schnitt ein B haben müssen und nur zwei Cs erlaubt sind. Aber es kommen sicher noch andere Kurse.
Einer von diesen wäre z.B. unser "Project Consulting". Als fast einjähriges Projekt angelegt, sollen wir in kleinen Gruppen als angehende Executives einem Unternehmen aus der Umgebung auf die Sprünge helfen. Das wird ein Fest. Gerade habe ich erfahren, dass meine Gruppe http://johnnyjanosik.com/ in Richtung Social Media und Networks beraten wird. Unser Kursleiter erinnert dabei auch eher an einen Drill-Instructor, das wird nur gemildert durch seinen leichten französischen Akzent. Mit Sätzen wie: "This course is not about you, it is about the client" und "If your presentation is shitty, your grade will be shitty!", hat er gleich schon mal seine Marke gesetzt. Endpräsi ist im Mai nächsten Jahres, das wird ein Marathon.
Darüber hinaus habe ich gerade noch so spannende Fächer wie Accounting und Managerial Decision Making und Economics. An den Materialien werde ich definitiv zu knabbern haben! Erst mal ist es hier normal zu jedem Kurs ein Textbook zu haben und für jede Session im vornherein Aufgaben zu verteilen. An sich keine schlechte Sache, scheint mir aber alles zusammen eine ganze Menge zu sein. Viel größer ist aber der Unterschied während des Kurses. Der Fokus liegt hier mehr auf der persönlichen Performance/Show und weniger auf schicken PPTs. Dabei bin ich bereit meine Erwartungen anzupassen, aber was ich hier schon gesehen habe ist objektiv *&%§%$. Culture Shock PowerPoint, wer hätte das gedacht.
Soweit meine Eindrücke nach den ersten Tagen Uni hier. Viele Grüße an euch alle und bis bald.
Alex
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